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Hier habe ich einmal meine Erfahrungen mehrerer Reisen in die/den USA zusammengestellt.

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Diese Zusammenstellung erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch kann irgendeine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen übernommen werden: alle Informationen werden besten Wissens und Gewissens wiedergegeben; aus Angaben, die sich möglicherweise als unrichtig herausstellen sollten, kann allerdings kein Anspruch auf Gewährleistung hergeleitet werden.

 
 


Stand:

2010-02-03 11:16

 

 

Pit's Travel Advisory: Page 2

Reisen in den/die USA: Radeln in den USA

Zunächst einmal: Es macht Spaß und ich kann mich - nach meiner langjährigen Erfahrung [vorwiegend im südlichen Texas] - des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autofahrer hier den Radfahrern gegenüber deutlich rücksichtsvoller sind als ich es von Deutschland her gewohnt bin, auch wenn das in Berichten in den Medien anders aussieht. Vielfach habe ich es hier jedenfalls erlebt, dass ich auf zweispurigen Straßen z.B. vor einer Hügelkuppe nicht überholt wurde, weil der Fahrer den möglichen Gegenverkehr nicht sehen konnte. Es kommt dann durchaus vor, dass der Fahrer auch einmal eine halbe Meile hinter mir bleibt, bis er die Strecke einsehen kann. Und dann wird mit dem größtmöglichen Sicherheitsabstand überhoilt, d.h. man weicht ganz auf die Gegenspur [bei zweisuprigen Straßen] bzw. auf die Überholspur [bei vierspurigen Straßen] aus. Auch die großen Trucks tun dies übrigens. Sie sind sich ihres Sogs wirklich bewusst.

Nicht verhehlen kann und will ich allerdings, dass es hier wohl zu mehr tödlichen Unfällen mit Radfahrern zu kommen scheint und dass eine Strafverfolgung der beteiligten Autofahrer fast immer ausbleibt, selbst wenn sie (allein) schuldig sein sollten. Megr dazu in meinem Weblog zum Fahrradfahren in den USA.

Klar ist, dass diese Rücksichtnahme natürlich auch auf Seiten der Radfahrer gilt. Wenn vorhanden, fährt man natürlich auf/in der Radspur. Aber diese sind doch eher selten und echte Radwege außerhalb der Städte sind die echte Ausnahme. Und auf den Straßen außerorts nimmt der Radler natürlich, sofern vorhanden, die Standspur [shoulder]. Aber vorsichtig: die ist hier keine Stand- sondern eine zusätzliche Fahrspur, z.B. zum Beschleunigen und Einfädeln in den Verkehr oder vor dem Abbiegen; und auch einfach für langsamere Verkehrsteilnehmer. Also immer, insbesondere beim Verlassen von Grundstücken, nicht nur den auf der Hauptspur fließenden Verkehr beachten, sondern auch die Standspur. Und wenn, z.B. an Einmündungen und/oder Kreuzungen, die Standspur endet, ist besondere Vorsicht geboten, denn dann hat der Verkehr auf der Fahrspur in jedem Fall Vorrang.

In der Gruppe fährt man natürlich auch höchstens zu zweit nebeneinander.

Was hier anders ist:

  • Handzeichen zum Rechtsabbiegen ist in der Regel nicht der nach rechts ausgestreckte rechte Arm, sondern der linke, im Ellbogen nach oben abgewinkelt, mit den Fingern nach oben und der Handfläche nach vorne.
  • Wer andere Radler überholt, warnt sie vorher mit "on your left". Rechts überholen sollte nicht vorkommen. Wenn aber doch, ist auch das deutlich anzukündigen ["on your right"].
  • Vor von hinten aufkommenden Autos wird mit "car back" gewarnt.

Weiteres zum Thema nicht nur in meinem o.a. Weblog, sondern auch auf meiner Website "Radeln in den USA".

Und auf der nächsten Seite noch ein Artikel zum Thema, erschienen in den Southwest Cycling News im Februar 2009.